Ist handy abhören strafbar

Daneben sei zudem einigen Frauen nicht klar, welche Formen der Überwachung durch das Handy möglich sind. All jene versprechen eine Überwachung der Smartphone-Aktivität.

Überwacht Ihr Partner heimlich Ihr Smartphone?

In den Bewertungen der Apps finden sich viele Fans der Überwachung. Nicht nur eifersüchtige Partner oder sorgende Eltern zeigen sich begeistert, auch Chefs geben an, auf diese Weise ihre Mitarbeiter zu überprüfen. Die Software sowie die zahlreichen Features funktionieren einwandfrei und zuverlässig. Diese Form der Überwachung eines anderen Smartphones hat ihren Preis. Käufer einer solchen App, die damit ein fremdes Handy überwachen wollen, müssen die Spionage-App auf dem Gerät installieren. Die Anbieter versprechen keinerlei Sichtbarkeit, sodass die betroffene Person nichts von der Überwachung mitbekommt.

Heimlich erfahren die Nutzer der App nahezu alles, was auf dem Handy passiert: Mit wem die Person telefoniert, ganze Telefonat-Aufzeichnungen oder Chatverläufe sämtlicher Messenger-Dienste. Was den meisten Menschen zwar bewusst ist, aber zum Zweck der Überwachung einfach ignoriert wird: Solche Apps sind ohne das Einverständnis der Handy-Besitzer illegal. Eine Ausnahme gibt es lediglich für Eltern.

§ StGB und die Vertraulichkeit des Wortes - fallenangels.rom-gilden.de

Gegenüber Vice berichtet ein Nutzer etwa, dass er durch so eine App herausgefunden habe, dass seine Frau ihn betrügt. Er habe daraufhin die Scheidung eingereicht. Reue, die App heimlich und illegal genutzt zu haben, zeigt er nicht. Arbeitgeber dürfen unter bestimmten Umständen E-Mails ihrer Mitarbeiter mitlesen, Gespräche abhören oder Arbeitsplätze per Video überwachen. Doch haben diese Eingriffe in die Privatsphäre enge Grenzen. Die Autowasch-Kette hat ihre Mitarbeiter laut einem Magazin-Bericht systematisch mit Überwachungskameras kontrolliert.

Das berichtete der "Stern" im Februar. Laut einem Behördensprecher wurden mehr als 60 Kameras beanstandet. Wash hatte im Februar dazu erklärt, die "Situation in ausgewählten Bereichen unserer Niederlassungen" zu beobachten. Es liege "in der Natur der Sache, dass im Erfassungsbereich dieser Kameras auch Personen zu erkennen sind". Die Mitarbeiter des Hauses dürfen sich allerdings nicht zu lange in den Waschräumen und Toiletten aufhalten.

Der Verdacht: Die Angestellten ziehen sich auf die Toilette zurück, um mit dem Handy zu spielen oder im Netz zu surfen. Dabei wird die Zeit erfasst. Wer in zehn Tagen weniger als 60 Minuten auf der Toilette verbringt - also weniger als sechs Minuten pro Tag - bekommt einen Geschenkgutschein im Wert von 20 Dollar. Wer länger braucht, muss sich rechtfertigen.

Weniger fröhlich ging es hinter den Kulissen zu: Euro Disney muss eine Geldstrafe von Diese verschafften dem Unternehmen Zugang zu tausenden Daten von Polizei, Justiz und Einwanderungsbehörden; dafür sollen sie mehrere hunderttausend Euro erhalten haben. Die ehemaligen Polizisten wurden zu sechs und zehn Monaten Haft auf Bewährung und zu Geldstrafen von und Euro verurteilt.

Das Urteil fiel am Juni, der Freizeitparkbetreiber wies darauf hin, dass die illegalen Praktiken bereits eingestellt worden seien. Man habe die Überwachungen zur Sicherheit eingeführt, um sich vor Terroristen und Kinderschändern zu schützen. Discounter Penny, der zum Handelskonzern Rewe gehört, soll Mitarbeiter systematisch bespitzelt haben.

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Das berichtet das TV-Magazin Frontal Detektive sollen sogar das Privatleben von Mitarbeitern ausgespäht haben. Die schwäbische Bäckereikette hat den Rechner ihres Betriebsratsvorsitzenden gezielt mit einem Kontrollprogramm überwacht und dem Mann kurz darauf gekündigt - angeblich weil er sein Arbeitszeitkonto manipulierte. Ihle argumentiert, die Installation sei die einzige Möglichkeit gewesen, dem Mann die Manipulation seines Arbeitszeitkontos nachzuweisen.

Weil der Betriebsrat der Kündigung nicht zugestimmt hatte, zog das Unternehmen vor das Augsburger Arbeitsgericht. Vor Gericht bestritt der Jährige die Vorwürfe. Das Gericht muss prüfen, ob es der Argumentation des Arbeitgebers folgt. Dabei geht es auch darum, ob die Bäckerei die Überwachungssoftware überhaupt installieren durfte und ob die Daten als Beweismittel gegen den Mann verwendet werden dürfen.

Kameras dienen eigentlich der Diebstahlprävention. Nicht so bei Aldi - wie das Nachrichtenmagazin Spiegel im Mai berichtete. Dort sollen Mitarbeiter systematisch überwacht und auch mit Hilfe von mobilen Minikameras, wie sie Detektive einsetzen, ausgespäht worden sein. Auch in Lagerbereichen, wo es keinen Kundenkontakt gibt und keine Schilder auf die Videoüberwachung hinweisen. Peinlich, dass auch die Mitarbeiter das Videosystem der Supermärkte missbraucht haben. In hessischen Aldi-Filialen sollen Kundinnen in kurzen Röcken oder mit weit ausgeschnittenen Tops heimlich gefilmt worden sein.

Die Aufnahmen und die Existenz entsprechender DVDs, die die Mitarbeiter auch untereinander ausgetauscht haben sollen, seien Aldi Süd bislang nicht bekannt gewesen, erklärte eine Sprecherin. Der Lebensmitteldiscounter Lidl räumte im März ein, dass Mitarbeiter mit Überwachungskameras bespitzelt wurden. Zwei Detekteien hätten den Auftrag gehabt, über Kameraanlagen vor allem Diebstähle von Kunden aufzudecken. Nach Informationen des Magazins "Stern" aus internen Lidl-Protokollen wurde über die zahlreichen Überwachungskameras aber auch registriert, wann und wie häufig Mitarbeiter auf die Toilette gehen, wer mit wem möglicherweise ein Liebesverhältnis hat und wer nach Ansicht der Überwacher unfähig ist oder einfach nur "introvertiert und naiv wirkt".

Trostpflaster für die Angestellten: Lidl zahlte den Beschäftigten nach der überstandenen Krise eine Prämie von Euro. Dies gilt vor allem, wenn der Verdacht besteht, dass Mitarbeiter im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses Straftaten oder schwere Pflichtverletzungen zulasten des Arbeitgebers begehen.

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Die Rechtslage ist aber nach wie vor unklar. Häufig müssen erst die Gerichte klären, wie die geltenden Vorschriften auszulegen sind. Ohne Einwilligung der Mitarbeiter sieht das Bundesarbeitsgericht das Mithören von Telefonaten beispielsweise dann als zulässig an, wenn dies offen im Rahmen eines Anlernprozesses während der Probezeit geschieht.

Die Datenschutzaufsichtsbehörden lassen darüber hinaus offenes Mithören zu, wenn dies durch überwiegende Firmeninteressen gekennzeichnet ist. Dies gilt etwa im Rahmen der Einarbeitungsphase, bei Nachschulungen oder der Qualitätssicherung, wenn die Mitarbeiter hierüber informiert werden. Zur Aufklärung von Straftaten erfolgt die Überwachung jedoch nicht offen, sondern durch heimliches Aufzeichnen von Telefonaten mit dem Ziel, den Gesprächsinhalt in einem späteren gerichtlichen Verfahren als Beweismittel zu verwerten.

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